Großsteingrab Mellen – Der älteste Zeitschatz wird erlebbar gemacht
Aktualisiert: 19. Jan.

3D-Visualisierung zur zukünftigen Nutzung des Areals
Das Großsteingrab von Mellen gehört zu den ältesten Zeitschätzen in der Prignitz – und zu den beeindruckendsten: Es stammt aus der Zeit der Trichterbecherkultur (ca. 3500–2800 v. Chr.) und ist das letzte erhaltene Zeugnis der Megalithkultur in der Region. Und doch liegt es bislang eher unauffällig am Rand des Dorfes, seine Bedeutung kaum vermittelt, sein Potenzial kaum ausgeschöpft.
Das soll sich nun ändern. In den vergangenen zwei Jahren wurde ein umfassendes Konzept zur touristischen und museumspädagogischen Aufwertung des Ortes entwickelt – mit einer klaren Vision: Das Großsteingrab soll künftig als ganzheitlich erlebbarer Kultur- und Naturort sichtbar werden. Zwei neu gestaltete Pavillons, haptische Spielstationen, Cortenstahl-Figuren, ein Grillplatz sowie Informationen zur umliegenden Landschaft und dem benachbarten Rambower Moor schaffen künftig einen Ort des Lernens, Verweilens und Entdeckens.
Das Vorhaben wurde mit Bürgerinnen und Bürgern abgestimmt und ist Teil der gemeinsamen Entwicklung der „Zeitschätze Prignitz“. Der Standort Mellen ist längst im Bewusstsein der Dorfgemeinschaft fest verankert – das Großsteingrab gilt seit jeher als ihre Sehenswürdigkeit, um die sich neuzeitliche Sagen ranken und die für viele Kinder ein geheimnisvoller Spielort war. Mit dem neuen Konzept erhält das Grab nun den Glanz und die Würdigung, die es als bedeutende Begräbnisstätte der Jungsteinzeit verdient. Es rückt noch stärker in das öffentliche Bewusstsein – als kulturelles Erbe, auf das die Bürgerinnen und Bürger zu Recht stolz sein können: ein Zeugnis der Menschheitsgeschichte, direkt vor ihrer Haustür.
Aktuell werden noch Unterstützer gesucht, die das Projekt in der Umsetzung begleiten und fördern möchten. Wir freuen uns über alle, die dazu beitragen wollen, dass aus einem historischen Ort ein lebendiger Erlebnisort wird.
