Die Steine der Megalith-Kultur – Von Steinzeitbauern und Fahrradtouristen
Aktualisiert: 16. Jan.
Am Montag, dem 17. März 2025, fand um 18.00 Uhr in der Moorscheune Boberow ein aufschlussreicher Vortrag im Rahmen der Reihe Zeitschätze Prignitz statt. Die Referentin war Dr. Ursula Warnke, Direktorin des Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg.

Wie lebten die ersten Bauern und Viehzüchter? Warum errichteten sie monumentale Architektur in Form von Großsteingräbern? Und wie funktioniert „Steinzeit-Tourismus“ heute – insbesondere Rad- und Kulturtourismus entlang megalithischer Monumente?
Dr. Warnke stellte eindrucksvoll dar, wie in der Übergangszeit von Jäger-Sammler-Gesellschaften zu sesshaften Agrar- und Viehzuchtkulturen in Norddeutschland monumentale Megalith-Gräber errichtet wurden. Diese Großsteingräber – oft von der Megalith-Kultur geprägt – zeigen nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch soziale und symbolische Bedeutungen. Im Vortrag wurde zudem der Bogen zur heutigen touristischen Nutzung geschlagen – wie Radwanderer und Kulturinteressierte die Spuren dieser Bauwerke entdecken und wie regionaler Tourismus von der Steinzeit-Geschichte profitiert.
Dank ihres Amtes und ihrer Forschungsarbeit – Dr. Warnke ist seit 2018 Direktorin des Landesmuseums Natur und Mensch in Oldenburg – konnte sie nicht nur archäologische Zusammenhänge vermitteln, sondern auch Wege aufzeigen, wie Archäologie vor Ort erlebbar gemacht werden kann.
Bedeutung für die Region
Der Abend machte deutlich: Die Region Prignitz ist Teil einer langen Kulturgeschichte, die von früh agrarisch geprägten Gesellschaften bis hin zu modernen Formen des Kulturerlebnisses reicht. Das Bewusstsein für Megalith-Bauten stärkt die regionale Identität und bietet zugleich Potenzial für Kulturtourismus und Bildungsangebote.
Rahmenprogramm
Die Veranstaltung fand in der Moorscheune Boberow statt – ein Ort, der mit seiner Ausstrahlung und Atmosphäre hervorragend zum Thema „Steinzeit und Landschaft“ passte. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit und hatten Gelegenheit zum Austausch nach dem Vortrag.
Plakat:


