Klänge und Instrumente der Frühgeschichte – Musik-Archäologie des Nord- und Ostseeraumes
Aktualisiert: 16. Jan.
Am Mittwoch, dem 21. Mai 2025, startete um 17.00 Uhr im Schlossmuseum Wolfshagen ein tiefgehender Vortrag zur Musik-Archäologie im Nord- und Ostseeraum. Der Abend wurde organisiert durch den Sachbereich Denkmalschutz des Landkreises Prignitz gemeinsam mit dem Förderverein Schlossmuseum Wolfshagen e.V..

Inhalte & Highlights
Welche waren die ersten Musikinstrumente der Menschheit? Welche Rolle spielte Musik in der Frühzeit? Und was verraten uns archäologische Funde, etwa aus Knochen, Horn oder Holz, über frühe Handels- und Kulturkontakte?
Naturmaterialien wie Vogelknochen, Holunderäste oder Rinderhörner dienten unseren Vorfahren als Ausgangspunkt, Dinge zum Musizieren zu nutzen. Archäologische Ausgrabungen haben in den letzten Jahren eine Vielzahl solcher Instrumente zutage gefördert – ergänzt durch zeitgenössische Abbildungen eröffnen sie einen bislang wenig bekannten Blick auf die Musikgeschichte.
Der Referent Dr. Ralf Gehler vom Zentrum für Traditionelle Musik e.V. am Freilichtmuseum Schwerin‑Mueß präsentierte, wie aus einfachen Formen wie der Knochenflöte, dem Schwirrholz oder der Holunderklarinette komplexere Instrumente wie Dudelsack oder Birkenlure entstanden – und entführte das Publikum mittels zahlreicher Klangbeispiele auf eine Reise in die Frühgeschichte der Musik. Unterstützt wird diese Forschung durch das Zentrum für traditionelle Musik.
Bedeutung für die Region
Der Abend machte deutlich: Musik war schon in der Frühgeschichte ein integraler Bestandteil kultureller Netzwerke – nicht nur unterhaltend, sondern verbindend und identitätsstiftend. Solche Perspektiven eröffnen neue Ansatzpunkte für die Denkmalpflege, Wirtschafts- und Kulturentwicklung in der Prignitz-Region.
Rahmenprogramm
Ab 15.00 Uhr bestand Gelegenheit zu Kaffee & Kuchen. Um 16.00 Uhr führte der Schlossherr Prof. Dr. Bernhard von Barsewisch durch das Schloss, Treffpunkt war im Schlossmuseum Wolfshagen.
Plakat:


