‘Digital gemeinsam!’ - Unsere nächsten Schritte mit der Digitalstrategie
Aktualisiert: 16. Jan.
Beim Workshop der ‘Zeitschätze Prignitz digital’ wurden handfeste Schritte zur Stärkung der digitalen Präsenz der ‘Zeitschätze Prignitz’ erarbeitet.
Ohne zentrale Museumsstrukturen und mit begrenzten Ressourcen benötigt das Projekt flexible Lösungen, um das kulturelle Erbe der Region online erfahrbar und langfristig sichtbar zu machen. Der Workshop entwickelte kurzfristige Maßnahmen für eine schnelle Verbesserung der digitalen Sichtbarkeit sowie mittelfristige Strategien und langfristige Visionen.

Teilnehmererwartungen und Ergebnisse des Workshops
Die Teilnehmenden strebten nach praktikablen und direkt umsetzbaren Maßnahmen, die von kurzfristigen Erfolgen bis zu langfristigen Perspektiven reichten. Dabei stand die Frage im Fokus: „Was kann ich daraus machen?” Im Austausch wurden konkrete, handlungsorientierte Maßnahmen erarbeitet, die sowohl aktuelle Herausforderungen adressieren als auch eine Basis für künftige Entwicklungen schaffen.
Infrastrukturelle Herausforderungen der Digitalstrategie
Die ‘Zeitschätze Prignitz’ verfügen über keine zentrale Museumsstruktur, wodurch personelle und finanzielle Begrenzungen die kontinuierliche Entwicklung der digitalen Präsenz erschweren. Die dezentrale Organisation und flachen Hierarchien verlangen nach kreativen und pragmatischen Ansätzen, um klare Verantwortlichkeiten und eine konsistente Pflege der Inhalte sicherzustellen.
Nextcloud für die verbesserte Zusammenarbeit
Um den Austausch und die effiziente Zusammenarbeit innerhalb des Projekts zu erleichtern, wurde Nextcloud als potenzielle Plattform für den Datenaustausch diskutiert. Nextcloud könnte es den Projektbeteiligten ermöglichen, Dokumente und Dateien sicher und zentral zu speichern und zu teilen, was die Effizienz und Transparenz steigern könnte. Zudem wurde die Gründung einer eigenen Entwicklungsgesellschaft angeregt, um langfristig Ressourcen zu sichern und das Projekt nachhaltig zu verankern.
Aufbau eines Markenhandbuchs
Ein durchdachtes Markenhandbuch ist entscheidend für die Identität der ‘Zeitschätze Prignitz’. Der Workshop verdeutlichte die Notwendigkeit, diesen Prozess nicht zu überstürzen, sondern in einem diskursiven Rahmen zu gestalten. Kurzfristig wurde das Design-Tool Canva als zentrale Plattform für Bilder und Vorlagen ausgewählt, um eine einheitliche visuelle Identität an allen Standorten zu gewährleisten.
Analyse der aktuellen Webpräsenz
Die digitale Präsenz der ‘Zeitschätze Prignitz’ ist über verschiedene Plattformen verteilt und tritt unter unterschiedlichen Bezeichnungen auf. Eine zentrale Website könnte die Zugänglichkeit verbessern und eine einheitliche Ansprache sicherstellen. Die bestehende Verteilung auf Plattformen wie die Website des Tourismusverbands, die Seite des Landkreises und Wikipedia erschwert die Auffindbarkeit und Wiedererkennung.
Tourismusverband Prignitz: Eine prominente Platzierung der ‘Zeitschätze Prignitz’ auf der Startseite und eine Reduzierung der Klickpfade könnten die Zugänglichkeit erhöhen.
Website des Landkreises Prignitz: Die inhaltliche Tiefe ist ein Pluspunkt, jedoch könnte die Attraktivität durch eine stärkere Verknüpfung mit touristischen Informationen erhöht werden.
Wikipedia: Eine regelmäßige Aktualisierung des Wikipedia-Eintrags würde die Informationsqualität und Auffindbarkeit sichern.

Suchmaschinenoptimierung
Keyword-Optimierung und SEO-Strategien Zielgerichtete Keywords Begriffe wie „Archäologie Brandenburg”, „Sehenswürdigkeiten Prignitz” oder „Historische Orte Prignitz” könnten das Interesse und die Suchanfragen von potenziellen Besuchern gut widerspiegeln.
Backlinks und organische Verlinkungen: Verlinkungen zu den ‘Zeitschätzen Prignitz’ sollten auf Partnerseiten und bestehenden Webseiten des Landkreises und Tourismusverbandes eingebunden werden, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Jeder Beitrag und jede Webseite sollte relevante Links zur Hauptseite der ‘Zeitschätze’ enthalten, um organische Zugriffe zu fördern.
Prüfung und Optimierung vorhandener Texte: Bestehende Inhalte auf den Websites des Landkreises und Tourismusverbandes sollten hinsichtlich ihrer Suchmaschinenfreundlichkeit und Aktualität überprüft werden. Wo nötig, sollten spezifische Informationen ergänzt und thematisch auf die ‘Zeitschätze Prignitz’ fokussiert werden.
Vorteile und Ziele der Optimierung bei Google Maps
Google Maps ist eine unverzichtbare Plattform zur Präsentation der ‘Zeitschätze Prignitz’, um Informationen für Besucher*innen bereitzustellen und die digitale Auffindbarkeit der Standorte zu maximieren. Mit über 50 Millionen Nutzer*innen in Deutschland und einer Nutzung durch 80% der Smartphone-Besitzer*innen stellt Google Maps die wichtigste Plattform für Standortinformationen, Bewertungen und Wegbeschreibungen dar.
Die gezielte Nutzung von Google Maps ermöglicht es den ‘Zeitschätzen Prignitz’, eine größere Zielgruppe zu erreichen und den Besucher*innen einen umfassenden und praktischen Zugang zu den Standorten zu bieten. Eine professionelle Präsenz auf Google Maps wird die Zugänglichkeit der ‘Zeitschätze Prignitz’ erhöhen und die Besucherzahlen nachhaltig stärken.
Erhöhte Sichtbarkeit und Erreichbarkeit
Durch gezielte Einträge bei Google Maps wird sichergestellt, dass alle Standorte der ‘Zeitschätze Prignitz’ leicht auffindbar sind. Google Maps ist oft der erste Anlaufpunkt für Nutzer*innen, die nach historischen Orten, Sehenswürdigkeiten oder kulturellen Angeboten in der Region suchen.
Aktuelle Informationen für Besucher*innen
Google Maps ermöglicht es, aktuelle Informationen wie Öffnungszeiten, Veranstaltungen, Wegbeschreibungen und Besucherbewertungen bereitzustellen. Dies verbessert die Benutzerfreundlichkeit und unterstützt Besucher*innen dabei, ihre Ausflüge effektiv zu planen.
Vertrauen und Orientierung durch Bewertungen und Fotos
Bewertungen und Nutzerfotos auf Google Maps schaffen Vertrauen und geben einen authentischen Einblick in die Standorte. Positive Rezensionen von früheren Besucherinnen sind ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung und können das Interesse neuer Besucher*innen wecken.
Optimierte Wegbeschreibungen und Verkehrsanbindungen
Die Einbindung präziser Standortinformationen erleichtert den Besucher*innen die Anreise. Mit Google Maps können sie schnell die Route planen, einschließlich Informationen zu Parkplätzen, öffentlichen Verkehrsmitteln und nahegelegenen gastronomischen Angeboten.

Schritte zur Optimierung der Google Maps-Einträge
Erstellung und Pflege vollständiger Einträge
Jeder Standort der ‘Zeitschätze Prignitz’ sollte einen vollständigen, aktuellen Google Maps-Eintrag haben, der die wichtigsten Informationen enthält: Adresse, Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Eintrittspreise (falls vorhanden) und eine kurze Beschreibung.
Aktualisierung und Pflege von Bewertungen
Besucher*innen sollten dazu ermutigt werden, ihre Erfahrungen mit den ‘Zeitschätzen Prignitz’ in Form von Bewertungen und Fotos zu teilen. Ein einfaches Schild oder ein Hinweis auf den Informationstafeln kann Besucher*innen darauf aufmerksam machen, ihre Eindrücke online zu teilen.
Integration von visuellen Inhalten
Hochwertige Bilder und kurze Videos der Standorte, historische Orte und archäologische Funde steigern die Attraktivität der Einträge. Google Maps erlaubt auch die Einbindung von 360-Grad-Bildern oder virtuellen Rundgängen, was die Erkundung der Standorte noch vor dem Besuch ermöglicht.
Regelmäßige Überprüfung und Optimierung
Ein regelmäßiges Monitoring der Einträge auf Google Maps ist wichtig, um sicherzustellen, dass alle Informationen korrekt und aktuell sind. Zudem können potenzielle Fragen und Rückmeldungen der Nutzer*innen direkt beantwortet werden.
Präsenz auf Plattformen
Die Präsenz auf touristischen Plattformen wie Tripadvisor und Airbnb bietet eine hervorragende Möglichkeit, die ‘Zeitschätze Prignitz’ einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Durch sorgfältig erstellte und gepflegte Einträge können Sie die Sichtbarkeit erhöhen, das Interesse potenzieller Besucher wecken und letztlich die Besucherzahlen steigern.
Social Media als eigenständige Disziplin
Um die ‘Zeitschätze Prignitz’ erfolgreich auf Social Media zu präsentieren, wurde betont, dass Social Media als eigenständige Disziplin im Kommunikationskonzept der ‘Zeitschätze’ etabliert werden muss. Der Erfolg liegt in einer strategischen und professionellen Integration, die spezifische Kompetenzen und ein Verständnis der Zielgruppen erfordert.
Kontinuität und Aktivität statt bloßer Präsenz: Ein zentral koordinierter Social Media-Account für alle Standorte soll eine gleichmäßige und relevante Präsenz sichern.
Inhalte aus allen Orten der Prignitz: Bisher steht Seddin im Mittelpunkt, doch auch Orte wie Mellen und Freyenstein sollen verstärkt einbezogen werden, um eine authentische Vielfalt darzustellen.
Dialogorientierte Kommunikation: Inhalte sollten die Community zur Interaktion einladen, etwa durch Storytelling über archäologische Funde oder historische Stätten.
Erweiterte Reichweite durch Verlinkungen: Die Zusammenarbeit mit lokalen Influencern und die Erwähnung relevanter Partner kann die Reichweite erhöhen und neue Zielgruppen ansprechen.

Einbindung der Prignitzer Bevölkerung und Korrespondenzstandorte
Für eine authentische Verankerung ist die Einbindung der Prignitzer Bevölkerung von großer Bedeutung. Crowdsourcing und Kooperationen mit lokalen Influencern und Ehrenamtlichen erhöhen die Reichweite und fördern eine starke Identifikation mit dem Projekt. Ehrenamtliche und Ortschronisten könnten als Markenbotschafter fungieren und den ‘Zeitschätzen Prignitz’ eine authentische Stimme verleihen.
QR-Codes: Brücke zwischen Offline- und Online-Erlebnis
Eine kurzfristige Maßnahme zur Verbesserung der Besucherinformation ist die Einführung von QR-Codes an den Standorten. Mit einem Scan könnten Besucher*innen schnell Informationen zu dem Standort und den Standorten im Verbund und aktuelle Inhalte abrufen.

Entwicklung einer zentralen Website
Im Workshop wurde der Konsens erreicht, dass eine zentrale Website als „Anlaufstelle” für die ‘Zeitschätze Prignitz’ erforderlich ist, zumal nur zwei Standorte über eine eigene Webpräsenz verfügen, die allerdings thematisch nicht die Zeitschätze Prignitz-Themen im Vordergrund haben. Diese Plattform wird alle kulturellen und museumspädagogischen Angebote bündeln und die Marke nach außen prägen. Sie soll Besucher*innen umfassend informieren und interaktive Inhalte sowie Einblicke bieten. Argumente für eine gemeinsame Website sind unter anderem:
Zentrale Anlaufstelle für Besucher*innen
Eine gemeinsame Website dient als klar definierter Anlaufpunkt, auf dem alle Informationen zu den ‘Zeitschätzen Prignitz’ gebündelt sind. Besucher*innen finden hier alles Wissenswerte ohne Umwege, was die Nutzererfahrung verbessert.
Fokussierte Ansprache:
Eine eigene Plattform erlaubt eine zielgerichtete Ansprache potenzieller Besucher*innen und Interessierter. Die Inhalte können speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnitten und durch eine konsistente Sprache und Bildsprache vermittelt werden.
Stärkung der Markenbildung und Identität:
Die Website schafft eine klare Identität für die ‘Zeitschätze Prignitz’ und fungiert als übergreifende „Klammer” für die einzelnen Standorte. Sie präsentiert die ‘Zeitschätze’ als starke, einheitliche Marke und fördert die Identifikation der Region mit dem Projekt.
Sammlung museumspädagogischer Angebote:
Alle museumspädagogischen Programme, Workshops und Führungen können auf der Website zusammengefasst und übersichtlich dargestellt werden. Dies erleichtert die Planung für Schulklassen, Familien und andere Besuchergruppen.
SEO und Auffindbarkeit:
Eine eigenständige Website kann gezielt auf relevante Keywords optimiert werden, um die Auffindbarkeit in Suchmaschinen zu steigern. So erreichen die ‘Zeitschätze Prignitz’ ein größeres Publikum und werden für Interessierte sichtbarer.
Marketing und Besuchergewinnung:
Die Website ist eine wertvolle Plattform für zielgerichtetes Online-Marketing und kann zur Bewerbung von Events und Sonderaktionen genutzt werden. Dadurch lassen sich Besucherzahlen steigern und die Präsenz der ‘Zeitschätze Prignitz’ in der Region und darüber hinaus verstärken.
Digitale Services und Informationen:
Besucher*innen können digitale Services wie Lagepläne, Öffnungszeiten, Ticketkäufe, Online-Shops und aktuelle Ereignisse und Eintrittspreise einfach abrufen. QR-Codes auf Tafeln könnten direkt auf spezifische Unterseiten der Website verlinken, die aktuelle Informationen bereitstellen.
Integration sozialer Medien und Bewertungen:
Eine zentrale Website kann die Social Media-Kanäle der ‘Zeitschätze Prignitz’ einbinden und direkt zu Bewertungen auf Plattformen wie Google Maps oder Tripadvisor verlinken. Dadurch wird das Vertrauen gestärkt und die Interaktion gefördert.
Flexibilität und Unabhängigkeit:
Eine eigene Website verleiht Unabhängigkeit von aktuellen Verwaltungstrukturen und ermöglicht es, Inhalte und Designs flexibel anzupassen. Das Projekt kann so zukunftsorientiert auf neue Trends und Bedürfnisse reagieren.
Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit:
Die Website bietet die Möglichkeit, Inhalte und Funktionen kontinuierlich zu erweitern. Mit wachsenden Angeboten oder neuen Standorten können zusätzliche Seiten oder Funktionen problemlos integriert werden.
Analyse und datenbasierte Entscheidungen:
Durch die Analyse von Besucherdaten wie Klickzahlen, Verweildauer, Umfragen und Nutzerverhalten lassen sich wertvolle Einblicke gewinnen. Diese Daten können für die Optimierung der Inhalte und das gezielte Marketing genutzt werden, um die digitale Strategie der ‘Zeitschätze Prignitz’ stetig zu verbessern.
Vorbilder für die ‘Zeitschätze Prignitz’
Beispielsweise die Vogtlandpioniere zeigen, wie ein Netzwerk regionaler Kulturstätten erfolgreich zur Marke werden kann. Durch eine digitale Strategie und Zusammenarbeit mit der Region haben sie das Vogtland als lebendigen Kulturraum positioniert.

Die ‘Zeitschätze Prignitz’ könnten sich diesen Ansatz zum Vorbild nehmen und das Motto „Der Weg ist das Ziel” als Leitgedanken etablieren. So könnten die kontinuierliche Entwicklung und die Einbindung der Bevölkerung Teil ihrer Identität werden und die Sichtbarkeit des Projekts nachhaltig stärken.


