Germania Slavica - Krieg und Frieden an der Elbe
Aktualisiert: 16. Jan.
Am Sonntag, dem 8. September 2024, öffnete die Burg Lenzen im Rahmen des bundesweiten Tag des offenen Denkmals® ihre Tore – und bot von 11.00 bis 17.00 Uhr ein vielfältiges Programm für Geschichtsinteressierte, Familien und regionale Kulturfreunde.

Unter dem diesjährigen Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“ wurde die Veranstaltung zugleich Teil der Reihe Zeitschätze Prignitz – Zentrale Archäologische Orte. Das Programm spannte einen lebendigen Bogen zwischen Archäologie, Denkmalpflege und regionaler Kultur:
Bunter Regionalmarkt mit Handwerkskunst, Mitmachangeboten und Obsttag der Region
Live-Musik mit „Ticket To Happiness“
Info- und Beratungsstände zu Natur- und Denkmalschutz in der Prignitz
Burgführungen und Ausstellungsbesuche
Dank vielfältiger Partner wie dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg wurde die Burg ein Informations- und Erlebnisort für Kultur- und Naturgeschichte zugleich.
Fachvortrag: Germania Slavica – Krieg und Frieden an der Elbe
Ein Höhepunkt des Tages war der Vortrag von Prof. Dr. Felix Biermann, der die Archäologie und Geschichte slawischer Burgen rund um Lenzen vorstellte.
Er zeigte auf:
wie die Elbregion im Mittelalter ein Kontakt- und Konfliktraum zwischen slawischen Gemeinschaften und dem deutschen Reich war
wie sich politische Spannungen und kultureller Austausch in Burganlagen, Siedlungen und Funden spiegeln
dass die Prignitz Teil des historischen Forschungsraumes „Germania Slavica“ ist.
Mit archäologischen Beispielen und aktuellen Forschungsergebnissen wurde deutlich: Die slawischen Burgwälle der Region – wie in Lenzen – sind Schlüsselorte der mittelalterlichen Geschichte Mitteleuropas.
Bedeutung für die Region
Burg Lenzen ist ein Denkmal mit außergewöhnlicher Geschichte der Begegnung: von frühmittelalterlichen slawischen Befestigungen über die Grenzburg des 12. Jahrhunderts bis zum heutigen Informationszentrum der Flusslandschaft Elbe.
Rahmenprogramm
Vor dem Vortrag bot die Führung eine vertiefende Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Ort und Thema. Zudem war das Buch von Christian Pantle vor Ort erhältlich und konnte signiert werden – ein zusätzlicher Höhepunkt für Historienbegeisterte.
Plakat:


