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Kick-off für ‘Zeitschätze Prignitz digital’ — Ein erster Schritt in die digitale Zukunft

27. Feb. 2024
4 Min. Lesezeit

Am 26. Februar 2024 fiel der Startschuss für unser Projekt ‘Zeitschätze Prignitz digital’, das darauf abzielt, die archäologischen Schätze der Region Prignitz in die digitale Welt zu überführen. Unter dem Motto: „Es wird informativ. Es wird partizipativ. Fragen sind erwünscht.“ starteten wir mit einer Veranstaltung, die nicht nur den Beginn eines spannenden Prozesses markierte, sondern auch das Fundament für die digitale Transformation der ‘Zeitschätze Prignitz’ legte.


Sieben Personen stehen in einem Raum und posieren vor einer Projektionsleinwand mit der Aufschrift „Zeitschätze Prignitz digital“. Warmes Licht und Holzboden.
Kick-off Veranstaltung der 'Zeitschätze Prignitz digital'

Was wollen wir erreichen?


Die zentrale Vision unseres Projektes ist es, die „Zeitschätze“ online erlebbar zu machen. Ziel ist es, eine nachhaltige Digitalstrategie zu entwickeln, die es den Akteuren der Region ermöglicht, die archäologischen Fundstücke und deren Geschichten in einem neuen, digitalen Format zugänglich zu machen. Doch was bedeutet das konkret?


1. Den Weg ebnen für ‘Zeitschätze online’Wir möchten eine Plattform schaffen, die als Wissensquelle fungiert, die es den Akteuren ermöglicht, die Schätze der Prignitz für ein breiteres Publikum sichtbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um die Präsentation von Fundstücken, sondern um den umfassenden Wissensaustausch und die Schaffung eines digitalen Archivs, das für Forschung, Bildung und auch für den Tourismus von großer Bedeutung ist.


2. Entwicklung einer Strategie für Prozesse, Potenziale und HandlungsempfehlungenIn den kommenden Monaten werden wir intensiv daran arbeiten, eine klare Digitalstrategie zu entwickeln. Dabei geht es um die Identifikation und Analyse bestehender Potenziale, die Festlegung von Prozessen und die Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen, die die Digitalisierung vorantreiben.



Was wissen wir bereits und was gilt es zu erfragen?


Schon vor dem Kick-off wussten wir, dass die „Zeitschätze“ archäologisch gut dokumentiert sind, aber die Daten sind noch weit verstreut: bei Grabungsfirmen, Hochschulen, dem Brandenburgischen Landesdenkmalamt oder dem Landkreis Prignitz. Unser Ziel ist es, diese verstreuten Daten zu sammeln und sie in einer offenen Wissensdatenbank zusammenzuführen, die sowohl die Reichweite als auch die Nutzbarkeit dieser wertvollen Informationen maximiert.

Die erste Aufgabe bestand darin, den aktuellen Stand zu erheben. Wie sind die ‘Zeitschätze’ bereits im Internet sichtbar? Was wird vor Ort analog und digital erlebt? Welche Infrastruktur ist vorhanden? Und was müssen wir tun, um diese Potenziale weiter auszubauen?


Missverständnisse und Aufklärung: Was bedeutet Digitalisierung?


Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass Digitalisierung lediglich das Aufsetzen einer neuen Website oder die Aktivierung von Social-Media-Kanälen bedeutet. Unsere Vision geht weit darüber hinaus. Wir sprechen von einer Digitalstrategie, die den Aufbau einer Open-Access-Wissensdatenbank, die Verbesserung der IT-Infrastruktur und die Identifikation von Inhalten und Potentialen umfasst, die für die Region und ihre Zielgruppen von Interesse sind.

Dabei geht es nicht nur um technische Umsetzung, sondern vor allem um den langfristigen Wissensaustausch und die Schaffung von Nachhaltigkeit. Eine nachhaltige digitale Bibliothek, die Kreativität fördert und zu einer besseren Vernetzung von Forschung, Bildung, Tourismus und Wirtschaft beiträgt.



Partnerschaften für die digitale Zukunft


Eine der zentralen Säulen für den Erfolg von ‘Zeitschätze Prignitz digital’ wird die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner und Institutionen sein. Es wird ein Netzwerk aus lokalen und regionalen Akteuren sowie spezialisierten Fachleuten benötigt, um das Projekt nachhaltig zu gestalten. Mögliche Partner sind unter anderem andere Museen und Kulturinstitutionen, Hochschulen und Forschungsinstitute, aber auch Unternehmen aus der IT- und Medienbranche, die technische Lösungen und Expertise beisteuern können.

Besonders wichtig ist die Vernetzung mit bestehenden Initiativen und Projekten, wie z.B. dem Open-Access-Archiv „museum-digital“, das von einigen Partnern bereits genutzt wird. Durch die Kooperation mit solchen Plattformen kann die Sichtbarkeit der ‘Zeitschätze’ erhöht und die Reichweite des Projekts deutlich erweitert werden. Darüber hinaus werden auch Partnerschaften im Bereich der digitalen Inklusion angestrebt, um einen möglichst breiten Zugang zu den digitalen Angeboten zu gewährleisten.



Herausforderungen und Lösungen


Während wir uns der Aufgabe stellen, eine Wissensdatenbank zu entwickeln, gab es bei der Veranstaltung bereits einen klaren Hinweis auf ein wesentliches Problem: Die digitale Infrastruktur der Region ist in vielerlei Hinsicht noch unzureichend. Die Anbindung ist oft instabil, die IT-Ausstattung variiert stark von Ort zu Ort, und die interne Kommunikation innerhalb des Verbundes läuft häufig noch über einfache Telefonate und E-Mails.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist es daher, diese IT-Infrastruktur zu verbessern und Lösungen zu entwickeln, die es den Beteiligten ermöglichen, effizient zusammenzuarbeiten. Wir werden die örtliche Infrastruktur genau unter die Lupe nehmen und Lösungsvorschläge erarbeiten, um die digitale Kommunikation und das Wissensmanagement zu stärken.



Der erste Schritt: Wissensaufbau und Schulung


Ein wichtiger Bestandteil des Projekts wird eine gezielte Schulung im Bereich Open-Access-Wissensdatenbanken sein, die bereits für den Herbst 2024 geplant ist. Diese Schulung wird den Akteuren der ‘Zeitschätze’ ermöglichen, digitale Tools besser zu verstehen und anzuwenden, damit sie ihre Exponate und Fundstücke nachhaltig und effizient in der digitalen Welt präsentieren können.



Digitale Erweiterungen für die Vermittlungsangebote vor Ort


Die Möglichkeiten, wie wir die Zeitschätze digital erlebbar machen können, wurden bereits in einer ersten Ideenrunde skizziert. Hier ein kurzer Ausblick:


  • QR-Codes vor Ort, die zu weiterführenden digitalen Inhalten führen.

  • Augmented Reality (AR)-Anwendungen, die es Besuchern ermöglichen, in die Geschichte der Fundstücke einzutauchen.

  • Touchscreens und interaktive Stationen, die Besucher*innen aktiv in den Lernprozess einbinden.

  • Digitalisierte Alltagsobjekte und multimediale Inhalte wie Videos, 3D-Modelle, interaktive Grafiken und Audios, die das historische Erlebnis bereichern.

  • Online-Shops für Souvenirs und regionale Produkte, die auch die Wirtschaft der Region fördern können.

  • Online-Bezahlsysteme für Führungen, Tickets und digitale Spendenmöglichkeiten.


Durch den Einsatz dieser Technologien können wir nicht nur die Sichtbarkeit der ‘Zeitschätze’ erhöhen, sondern auch den Zugang für alle ermöglichen — von Menschen mit Einschränkungen bis hin zu internationalen Forschenden.



Ausblick: Der Weg in die digitale Zukunft


Das Projekt ‘Zeitschätze Prignitz digital’ steht noch am Anfang, aber die Kick-off-Veranstaltung hatte bereits gezeigt, wie viel Potenzial in der Region steckt. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der richtigen Strategie und den passenden digitalen Lösungen einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes der Prignitz leisten können.

Die nächsten Monate werden spannend. Wir werden intensiv an der Datenanalyse arbeiten, Schnittstellen und Formate ermitteln und die Infrastruktur weiter verbessern. Aber der Weg ist klar: Die ‘Zeitschätze’ der Prignitz gehören in die digitale Welt — und wir sind auf dem besten Weg dorthin!


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