Tatort – Fundort – Erinnerungsort. Archäologische Spurensuche auf den Schlachtfeldern des Dreißigjährigen Krieges am Beispiel Lützen 1632
Aktualisiert: 16. Jan.
Am Dienstag, dem 18. Juni 2024, fand um 17:00 Uhr auf der Aussichts- und Gedenkplattform zur Schlacht bei Wittstock 1636 ein eindrucksvoller Vortrag zur Archäologie des Dreißigjährigen Krieges statt. Bereits ab 16:00 Uhr erhielten die Besucher*innen eine Führung über das historische Gelände.

Referent Maik Reichel M.A., Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, war viele Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter und Museumsleiter an der Gustav-Adolf-Gedenkstätte in Lützen. Sein beruflicher Schwerpunkt liegt bis heute auf Erinnerungskultur und Geschichtsvermittlung.
Im Vortrag zeigte er, wie Schlachtfeldarchäologie Methoden und Geschichten zusammenführt:
Was verraten Massengräber über das Kampfgeschehen?
Welche Waffen- und Verletzungsspuren lassen sich rekonstruieren?
Wie werden Tatorte von Kriegen zu Erinnerungsorten für kommende Generationen
Am Beispiel der berühmten Schlacht bei Lützen 1632, in der der schwedische König Gustav II. Adolf fiel, präsentierte Reichel archäologische Funde und Forschungsansätze, die das brutale Geschehen für die heutige Forschung sichtbar machen.
Durch anschauliche Bilddokumente und Bodenfunde wurde spürbar, wie dicht Gewalt, Verlust und Erinnerung in unserer Kulturlandschaft verankert sind — auch hier in der Prignitz.
Bedeutung für die Region
Der Dreißigjährige Krieg hat die Mark Brandenburg massiv geprägt. Die Prignitz mit dem Schlachtfeld von Wittstock 1636 zählt zu den besonders betroffenen Regionen.
Rahmenprogramm
Die außergewöhnliche Location bot die Möglichkeit, den Vortrag am authentischen Schauplatz zu erleben. Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Referenten — über die Gewalt der Vergangenheit und ihre Bedeutung für die Gegenwart.
Plakat:



