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Workshop museum-digital der ‘Zeitschätze Prignitz digital’

1. Okt. 2024
3 Min. Lesezeit

Digitalisierung, Inventarisierung und Veröffentlichen von musealen Sammlungen


Einführung in den Workshop


Herzlichen Dank an Dr. Sarah Wassermann, wissenschaftliche Referentin beim Museumsverband Brandenburg, für die Workshopleitung zur Digitalisierung von Sammlungen und der Nutzung der Plattform ‘museum-digital’ und ‘Brandenburg sammelt’.



Plattform museum-digital: Möglichkeiten und Funktionen


In diesem Kontext vermittelte sie den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die technischen und organisatorischen Aspekte des Digitalisierungsprozesses und zeigte die Möglichkeiten auf, die sich für Museen durch den Einsatz der museum-digital-Schnittstelle eröffnen.


Slide and video call with 10 people, discussing "Die Plattform museum-digital" by Museumsverband Brandenburg. Text and logo are visible.
Screenshot aus unserem VideoCall

Dezentrale Struktur und internationale Reichweite


museum-digital ist eine 2009 gegründete Plattform, die Museen die Möglichkeit bietet, ihre Sammlungen digital zu erfassen und zu veröffentlichen. Diese Plattform ist darauf ausgelegt, Museen bei der Digitalisierung zu unterstützen, unabhängig von deren Größe oder Ressourcen. Museen können Objektdaten entweder manuell oder automatisiert (z. B. über Excel oder XML-Dateien) in die Plattform importieren.


Die erfassten Daten werden nicht nur auf museum-digital selbst veröffentlicht, sondern auch an andere wichtige Portale wie die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) und Europeana weitergeleitet. Das ermöglicht eine größere Reichweite und Sichtbarkeit des kulturellen Erbes über nationale und internationale Grenzen hinweg.


Die Plattform ist in verschiedene regionale und thematische Untereinheiten aufgeteilt, die mit der zentralen Datenbank verknüpft sind. Dabei verfolgt sie einem dezentralen Ansatz, bei dem einzelne Museumsverbände für ihre Region verantwortlich sind, während museum-digital als Ganzes durch die Kooperation dieser Einheiten funktioniert.


Der Museumsverband Brandenburg fördert dabei die Kooperation und Vernetzung der brandenburgischen Museen, die durch die Nutzung von museum-digital einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung leisten. Dies ermöglicht es nicht nur, die Sichtbarkeit und den Zugang zu den Sammlungen zu erhöhen, sondern auch die kulturellen Schätze Brandenburgs in einem internationalen Kontext darzustellen.


Collage of vintage photos and documents with the text "museum-digital" in black overlay. Below, German text and stats: 727,911 objects, 6,562 collections, 954 museums.
Screenshot von der Startsteite museum-digital


Das Digi-Mobil: Unterstützung bei der Digitalisierung


Das Digi-Mobil des Museumsverbands Brandenburg ist eine mobile Station, die Museen bei der digitalen Erfassung ihrer Sammlungen unterstützt. Entwickelt in Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam, ermöglicht es eine flexible und ortsunabhängige Inventarisierung von Objekten. Das Digi-Mobil ist kompakt, leicht zu bedienen und wurde bereits in mehreren Museen erfolgreich getestet.


Zusammenarbeit und Sichtbarkeit durch ‘Brandenburg sammelt’


Brandenburg sammelt ist ein digitales Projekt des Museumsverbands Brandenburg, das über die Plattform museum-digital realisiert wird. Über die Plattform können Museen und Sammlungen aus Brandenburg ihre Objekte der Öffentlichkeit vorstellen und sie in einen größeren kulturellen Kontext einbetten.



Workshopergebnisse der Arbeitsgruppe ‘Zeitschätze Prignitz digital’


Die Teilnehmenden mit interdisziplinären Hintergründen aus der Arbeitsgruppe ‘Zeitschätze Prignitz digital’ haben folgende Potenziale und Herausforderungen zur Nutzung der Plattform gesammelt:


  • Strukturierte Inventarisierung: Die Plattform ergänzt analoge Inventarisierung wie Karteikarten, Fundmeldungen und Inventarbücher durch digitale Datensätze


  • Erhöhte Reichweite und Sichtbarkeit: Museen gewinnen durch die Veröffentlichung ihrer Sammlungen online eine größere Reichweite und können ihre Inhalte einfacher zugänglich machen.


  • Medienmaterial für die Presse: Vielfältigen Möglichkeiten der Plattform, da sie immer auf der Suche nach qualitativ hochwertigem Bildmaterial und Inhalten für Artikel sind


  • Vernetzung und Austausch: Museen können leichter Ausstellungen teilen und Sammlungen inhaltlich miteinander verknüpfen


  • Schonende digitale Begutachtung: Objekte können online untersucht und erforscht werden, ohne sie physisch zu bewegen, was besonders bei konservatorischen Aspekten vorteilhaft ist



Zum Abschluss bleibt festzuhalten, dass die Digitalisierung im Museumsbereich einen wichtigen Schritt in die Zukunft darstellt. Dank Plattformen wie museum-digital und Initiativen wie Brandenburg sammelt erhalten Museen nicht nur die Möglichkeit, ihre Bestände effizient zu verwalten, sondern auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit Unterstützung von Projekten wie dem Digi-Mobil wird dieser Prozess für Museen jeder Größe erleichtert. Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Museen werden so gefördert, und das kulturelle Erbe Brandenburgs kann nachhaltig bewahrt und sichtbar gemacht werden.

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